Sportwetten zur Europameisterschaft – wer anbietet, was erlaubt ist und wie der Markt 2026/2028 aussieht

Updated Октябрь 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Wer in Deutschland auf die Fußball-Europameisterschaft wetten will, braucht einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis, ein Konto auf den eigenen Namen und die Bereitschaft, sich an das monatliche Einzahlungslimit zu halten. 2026 fällt die Endrunde in die Lücke zwischen dem Turnier, das am 14. Juli 2024 in Berlin endete, und jenem, das am 9. Juni 2028 in Cardiff beginnt. Genau in dieser Lücke beginnen für Wettfreunde die Qualifikationsspiele, die Auslosung der Gruppen am 6. Dezember 2026 in Belfast und die Buchmacherofferten, die schon Monate vor dem Anpfiff auf den Turniersieger gehandelt werden.

Ein leeres Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, Dunst liegt über dem Rasen, die Tribünen sind nur als Lichtpunkte erkennbar.
Die EM 2028 beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale findet am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London statt.

Dieser Überblick ordnet das ein: Was die Jahreszahl im Stichwort wirklich bedeutet, welche zehn Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, wie ein Bonus rechnerisch zu bewerten ist, welche Livewetten überhaupt zulässig sind und wo der Spielraum für eigene Prognosen endet.

Stand der Daten: 18.10.2026 · geprüft gegen die Whitelist der GGL (Snapshot 2. Oktober 2026) und die deutschen Nutzungsbedingungen der jeweiligen Anbieter.

Boni und Gratiswetten zur Europameisterschaft

Wer ein Turnier mit 24 Mannschaften in vier Wochen spielt, bekommt von den Buchmachern mehr angeboten als in einem normalen Ligamonat. Willkommenspakete, Gratiswetten auf das Eröffnungsspiel, Quotenboosts auf Außenseiter, Kombiversicherungen für die K.-o.-Runde – das Marketing pflanzt die Erwartung, dass eine Wette gratis sei. Sie ist es nie.

Ein Pokal ohne Gravur steht allein auf einem Holztisch vor einer hellen Wand, davon fällt ein weicher Schatten.
Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Was ein „Bonus“ in Euro wirklich bedeutet

Ein Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung in der Werbung, im Kleingedruckten steht eine Umsatzbedingung. Beispiel aus dem Markt: Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss den Bonusbetrag – manchmal Bonus plus Einzahlung – mehrfach zu einer Mindestquote umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine typische Vorgabe sind 5x Bonus zu Mindestquote 1,80. Das sind 500 € Einsatz, die erst gespielt sein müssen. Bei einer durchschnittlichen Marge von 6 % auf 1X2-Märkten kostet das rechnerisch rund 30 € Erwartungswert, bevor der Bonus überhaupt freigespielt ist. Der Bonus ist also ein zinsloser Kredit, kein Geschenk.

Gratiswetten und Freebets

Eine Gratiswette – Freebet – ist eine Wette ohne eigenes Geld. Der Einsatz wird im Gewinnfall nicht ausgezahlt, nur der Reingewinn. Eine 10 €-Freebet auf Quote 3,50 ist 10 × (3,50 − 1) = 25 € wert, falls sie gewinnt. Verliert sie, kostet sie nichts. Der durchschnittliche Wert hängt davon ab, zu welcher Mindestquote sie eingesetzt werden muss und wie hoch die Marge des Marktes ist, auf dem sie platziert wird. Anbieter schreiben die Mindestquote in ihre Bonusbedingungen, meist 1,50 bis 2,00, und schließen Kombiwetten oft aus.

Was ein „risikofreier“ Tipp wirklich ist

Der Liebling der Werbung: „Risk-free bet“ – wetten, wenn verloren, gibt’s den Einsatz als Freebet zurück. Das ist kein Cash, sondern eine neue Gratiswette, deren Wert sich nach den Bedingungen im Abschnitt „Was ein “Bonus„ in Euro wirklich bedeutet“ richtet. Wer 20 € riskofrei auf eine 2,50 gewettet hat und verliert, bekommt 20 € als Freebet – in der Regel zu Mindestquote 1,80 und mit siebentägiger Frist. Das ist besser als nichts, aber kein verschenkter Gewinn.

Wettsteuer und Auszahlung

Seit dem GlüStV 2021 ziehen die meisten Anbieter die Wettsteuer direkt vom Einsatz ab, andere rechnen sie in die Quote ein, wieder andere tragen sie selbst. Das beeinflusst, was der Kunde tatsächlich ausgezahlt bekommt. Bei 5,3 % Steuer auf den Einsatz und einer Bruttoquote von 2,10 liegt die Nettoquote bei rund 2,00, falls der Anbieter die Steuer abzieht. Ob der Anbieter die Wettsteuer selbst trägt, ist eine Frage der eigenen Geschäftspolitik; ein Werbeversprechen „0 % Wettsteuer“ kann ein echter Vorteil sein oder ein Lockvogel.

Mobile Wetten: App als Spielfeld

Vier Wochen EM bedeuten auch vier Wochen mobile Nutzung. Die App ist für viele Spieler das eigentliche Spielfeld – nicht der Browser am Schreibtisch.

Was eine Sportwetten-App können muss

Livewetten während des Spiels, Quotenvergleich, Cash-out, Ein- und Auszahlungen, Push-Benachrichtigungen bei Toren, Wettschein ohne Neuladen. Diese Funktionen sind in den meisten lizenzierten Apps Standard. Was den Unterschied macht: Tempo, Stabilität bei Lastspitzen – und ein Anpfiff im Eröffnungsspiel zieht mehr Last als ein Mittwochabend in der Bundesliga – und die Möglichkeit, den Wettschein vor Annahme zu prüfen.

Wettkonfigurator und Kombinationen

Mehrere Anbieter bieten einen Wettkonfigurator, mit dem sich Spieler ihre eigene Wette aus mehreren Märkten eines Spiels zusammenstellen können: Torschütze plus Halbzeitergebnis plus Eckbälle. Das ist bequem, ändert aber nichts daran, dass die kombinierte Quote die Margen aller einzelnen Teilmärkte aufaddiert. Eine selbstgebaute Wette aus vier Teilmärkten zu 6 % Marge hat ungefähr 22 % Marge – die Quote ist niedriger, als die Multiplikation der Einzelquoten vermuten lässt.

Push, Streaming und Verfügbarkeit

Push-Benachrichtigungen auf das Handy gehören zum Standard, ebenso der Login per Gesichtserkennung oder PIN. Live-Streams vom Spiel selbst bieten in Deutschland nur wenige Anbieter direkt an, weil die Übertragungsrechte bei den frei empfangbaren Sendern liegen. Die Anbieter konzentrieren sich auf Streams ausländischer Ligen und Turniere, die nicht unter deutsche Rechte fallen.

Livewetten und Cash-out

Livewetten sind das Herzstück eines jeden Turniers. In Deutschland sind sie allerdings enger gezogen, als die Werbung suggeriert.

Was live erlaubt ist

Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Livewetten nur auf das Endergebnis und auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind“. Für Fußball heißt das: Endrgebnis und nächstes Tor sind erlaubt. Die nächste Ecke, der nächste Einwurf, der nächste gelbe Kartenspieler – das ist nicht erlaubt. Im Tennis sind Wetten auf den nächsten Satz möglich, nicht aber auf den nächsten Punkt.

Warum das so eng ist

Der Gesetzgeber will den Wettmarkt in laufenden Spielen klein halten. Hintergrund ist der Schutz vor Manipulation und vor Spontanspielen, die ein Ereignis im Stadion mitverfolgen. Wer trotzdem beim nächsten Eckball wetten will, landet bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – und damit ohne OASIS-Sperre, ohne Einzahlungslimit und ohne Auszahlungssicherheit.

Cash-out als Komfortfunktion

Cash-out ist die Möglichkeit, eine Wette vor dem Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen. Der Anbieter kauft dem Spieler den Wettschein zu einem selbstgesetzten Preis ab, der unter dem liegt, was die Wette bei Ausgang wert wäre. Mathematisch steckt in jedem Cash-out eine Marge des Buchmachers, weil der Auszahlungsbetrag so berechnet wird, dass im Mittel der Anbieter gewinnt. Wer cash-out nutzt, glättet Schwankungen – er verliert im Schnitt etwas Marge.

Wann Cash-out sinnvoll ist

Cash-out ist ein Werkzeug für Szenarien, in denen sich die Spielsituation grundlegend ändert: ein Platzverweis, ein verletzter Torhüter, ein Rückstand, der nach der Spielanalyse kaum noch aufholbar scheint. Wer Cash-out benutzt, weil die Quote plötzlich wieder steigt und der Spieler seine Meinung ändert, verschenkt Marge an den Anbieter. Die Funktion ist kein „Gewinne sichern“-Knopf, sondern ein Verkauf des Wettscheins zu einem Preis, den der Anbieter festlegt.

Prognosen und Wettstrategie: Was eine Quote wirklich sagt

EM-Tipps schießen in den Wochen vor und während des Turniers aus dem Boden. Viele Seiten versprechen sichere Tipps, garantierte Gewinne, „heißte Spiele“ und „Bankentipps“. Keine dieser Kategorien ist ernst zu nehmen.

Wie eine Quote entsteht

Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist der Preis, zu dem der Buchmacher bereit ist, eine Wette anzunehmen. Die implizite Wahrscheinlichkeit – 1 geteilt durch die Quote – ist die Sicht des Marktes auf das Ereignis, nicht die Wahrheit. Eine Quote von 2,10 auf einen Sieg bedeutet, dass der Markt ihn für ungefähr 48 % wahrscheinlich hält. Aber der Markt kann sich irren, und er hat eine eingebaute Marge. Eine faire Quote wäre höher.

Warum kein Tipp sicher ist

Ein Fußballspiel hat 22 Akteure auf dem Platz, zwei Torhüter, vier Schiedsrichter, Wetter, Tagesform, Verletzungen, taktische Varianten. Vorhersagen sind Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten. Wer eine Wette abschließt, weil ein Tippgeber „sichere Bank“ schreibt, setzt auf das Wort eines Fremden. Die Buchmacher quotieren das Turnier nach eigenen Modellen und passen die Quoten an das Wettverhalten an. Das bedeutet nicht, dass die Bookies die Wahrheit kennen, sondern dass sie ihre Bücher absichern.

Wie eine Turnierprognose entsteht

Vier Faktoren bestimmen eine seriöse Turnierprognose: aktuelle Form der Mannschaft, Spielstärke im Kader, Auslosung der Gruppe, und der Weg durch die K.-o.-Runde. Die Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast legt fest, wer in welcher Gruppe spielt. Vorher lässt sich über die Wahrscheinlichkeit eines deutschen Halbfinaleinzugs wenig sagen, weil die Gruppengegner offen sind. Nach der Auslosung ändern sich die Quoten innerhalb von Stunden.

Warum Außenseiter-Wetten selten aufgehen

Die Wettmärkte quotieren Außenseiter hoch, weil ihre Siegwahrscheinlichkeit niedrig ist. Eine Quote von 8,00 auf einen Außenseiter-Sieg klingt verlockend, aber sie gewinnt nur in etwa 12 % der Fälle – und das ist schon die implizite Wahrscheinlichkeit, in der die Marge steckt. Wer regelmäßig auf Außenseiter setzt, verliert langfristig Geld, auch wenn einzelne Treffer hohe Auszahlungen bringen.

Wettarten und Quoten: Wie eine Auszahlung entsteht

Das EM-Wettprogramm ist breit. Jeder Buchmacher bietet Hunderte Märkte pro Spiel an. Wer den Überblick behält, sieht schneller, was eine Quote wirklich hergibt.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Eine Einzelwette setzt auf ein Ereignis: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg. Eine Kombiwette verbindet mehrere Einzelwetten zu einer Quote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Eine Systemwette kombiniert Wetten so, dass auch dann ein Gewinn ausgezahlt wird, wenn nicht alle Tipps stimmen – das funktioniert, indem der Spieler mehrere Kombinationen gleichzeitig spielt und der Einsatz sich auf alle aufteilt. Kombiwetten sind riskant, weil jede einzelne Bedingung stimmen muss, und die Marge multipliziert sich über alle Teile.

Torschützen, Eckbälle, Karten

Neben den Standardmärkten bieten die Anbieter Spezialmärkte an: erster Torschütze, Torschütze jederzeit, Gesamtzahl Eckbälle, Anzahl gelber Karten, Halbzeitergebnis mit Handicap. Diese Märkte haben höhere Margen als 1X2 – oft 8 bis 12 %, weil die Buchmacher sie weniger ernsthaft kalkulieren und mehr Marge einbauen.

Beispielrechnung: Was eine 2,10 auszahlt

Ein Spieler setzt 50 € auf eine Quote von 2,10. Bei einem Gewinn erhält er 50 × 2,10 = 105 € zurück. Davon sind 50 € Einsatz und 55 € Nettogewinn. Liegt die Quote bei 2,10 und der Anbieter zieht 5,3 % Wettsteuer vom Einsatz ab, ist der Nettoeinsatz 47,35 € und die Auszahlung 47,35 × 2,10 = 99,44 €.

Beispielrechnung: Die Marge eines Marktes

Der Buchmacher bewirbt ein Spiel mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 für Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt etwa 0,929 – der Buchmacher zahlt 92,9 % der Einsätze zurück, seine Marge liegt bei 7,1 %. Bei einem 1.000 €-Topf auf diesen Markt bleiben rund 71 € beim Anbieter. Auf jedem einzelnen Euro Einsatz sind das etwa 7 Cent, die der Buchmacher im Schnitt behält. Die Marge ist die stille Größe hinter jeder Quote.

Sportwetten Europameisterschaft: Das Turnier im Überblick

Die Europameisterschaft ist alle vier Jahre der Höhepunkt im europäischen Fußballkalender. Wer auf das Turnier wetten will, muss zuerst wissen, wann es stattfindet und wie der Spielplan aussieht.

Die letzte Endrunde: EM 2024 in Deutschland

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt. 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen um den Einzug ins Achtelfinale, insgesamt 51 Spiele. Im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Insgesamt 2.681.288 Zuschauer sahen die Spiele live.

Die nächste Endrunde: EM 2028 in Großbritannien und Irland

Die Fußball-Europameisterschaft 2028 findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 statt, ausgetragen in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. 24 Mannschaften spielen erneut in sechs Vierergruppen, danach folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale. Ein Spiel um Platz 3 findet nicht statt.

Qualifikation zur EM 2028

Die Qualifikation zur EM 2028 wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams gespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt für die Endrunde. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt. Damit beginnt die heiße Phase des Wettmarkts auf das Turnier: Sobald die Gruppen feststehen, ändern sich die Quoten für „Turniersieger“ und „Gruppenphase überstehen“ täglich.

Turniersieger wetten: Was der Markt vor dem Turnier zeigt

Bereits Monate vor Beginn einer EM bieten Buchmacher Wetten auf den Turniersieger an. Die Quoten sind Spekulation: Wer Welt- oder Europameister wird, hängt von der Form im Turnierjahr ab, von Verletzungen, von der Auslosung. Eine Wette auf den Sieger ist eine Wette auf ein einzelnes Ereignis, das erst in zwei Jahren stattfindet – die Quote kann sich bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels halbieren oder verdoppeln.

Beste Sportwetten-Anbieter für die EM: Vergleich der zehn GGL-lizenzierten Buchmacher

Die folgende Tabelle zeigt die zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Whitelist ist der einzige verlässliche Test, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bpremium GGL Whitelist · Ladbrokes (Deutschland) Ltd 09.10.2020
888sport GGL Whitelist · 888 Germany Limited 30.06.2021
bet365 GGL Whitelist · Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Tipwin GGL Whitelist · Tipwin Limited 09.10.2020
Winamax GGL Whitelist · WINAMAX S.A. 29.06.2021
MERKUR BETS GGL Whitelist · Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bet-at-home GGL Whitelist · Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportingbet GGL Whitelist · Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway GGL Whitelist · Betway Limited 09.03.2021
Sportwetten.de GGL Whitelist · NetX Betting Limited 19.11.2020

Eine Erlaubnis auf der Whitelist bedeutet: Der Anbieter hat das Recht, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln, unterliegt der Aufsicht der GGL, ist an OASIS und LUGAS angeschlossen, darf nur eigene Konten mit vollständiger Verifizierung führen und nimmt keine anonymen Zahlungen an. Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der erstmaligen Erlaubnis; eine Folgeerlaubnis verlängert die Gültigkeit, eine feste Laufzeit wird auf der Whitelist nicht geführt.

bpremium: Solide Basis, schmales Live-Angebot

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd betreibt bpremium und ist seit dem 9. Oktober 2020 mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist. Der britische Mutterkonzern Entain gehört zu den größten Wettanbietern Europas, was sich in der Marktabdeckung niederschlägt: Fußball, Tennis, Basketball und Pferderennen sind im Programm. Die Wettsteuer trägt der Anbieter nicht – sie wird vom Einsatz abgezogen. Für Spieler, die einen unaufgeregten Anbieter mit deutscher Lizenz und klaren Bedingungen suchen, ist bpremium eine Wahl, die nicht enttäuscht, aber auch nicht überrascht.

888sport: Etabliert, mit eigener Sportwetten-Plattform

Die 888 Germany Limited gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. Die deutsche Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021. 888sport bietet ein vollständiges Wettprogramm mit Fußball im Mittelpunkt, dazu Tennis, Basketball, Eishockey und Randsportarten. Der Anbieter wirbt mit Quotenboosts auf ausgewählte Spiele; wie bei allen Boosts gilt: Die beworbene Quote ist nur für Neukunden oder Bestandskunden im Aktionszeitraum verfügbar, und der Boost ersetzt nicht die regulären Quoten. Für Leser, die einen bekannten Markennamen mit deutscher Lizenz suchen, ist 888sport eine ruhige Wahl.

bet365: Der Branchenstandard

Die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, betreibt bet365 und ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist. bet365 ist der größte Sportwettenanbieter der Welt, gemessen am Umsatz. Das spiegelt sich im Wettprogramm: Tiefe Fußballmärkte bis hinunter zu Spielen der 3. Liga, schnelle Livewetten, eine App, die auch bei Lastspitzen stabil läuft, und ein Cash-out, der in fast allen Märkten verfügbar ist. Der Anbieter trägt die Wettsteuer selbst, was die ausgeschriebenen Quoten effektiv erhöht. Für Spieler, die Wert auf Markttiefe, Tempo und Liquidität legen, bleibt bet365 die Referenz.

Tipwin: Deutscher Anbieter mit Basketball-Verankerung

Die Tipwin Limited betreibt Tipwin und ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist. Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die Partnerschaft läuft bis zum 31. Dezember 2026. Das zeigt, wo der Anbieter herkommt: nicht aus dem Vereinigten Königreich, sondern aus dem deutschen Markt, mit Wurzeln in stationären Wettbüros. Das Wettprogramm ist solide, mit Schwerpunkt Fußball, Basketball, Handball und Eishockey. Für Spieler, die einen Anbieter mit deutschem Hintergrund und Bundesliga-Nähe suchen, ist Tipwin eine passende Wahl.

Winamax: Französischer Anbieter mit Quotenanspruch

Die WINAMAX S.A. betreibt Winamax und ist seit dem 29. Juni 2021 auf der Whitelist. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Eigenwerbung, die der Anbieter auf eine konkrete Studie stützt – die Studie selbst wurde nicht von einer unabhängigen Stelle geprüft. Für Spieler, die ohne Wettsteuer wetten wollen und ein offenes Ohr für den Quotenanspruch haben, ist Winamax eine Wahl, die Quote und Steuerthema verbindet.

MERKUR BETS: Neuere Erlaubnis, stationärer Hintergrund

Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betreibt MERKUR BETS und ist seit dem 6. November 2023 auf der Whitelist. Der Name kommt von der Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland Spielhallen und Geldspielgeräte betreibt. Die Sportwetten-Erlaubnis ist jünger als bei vielen Wettbewerbern, was sich in einer schmaleren Marktabdeckung zeigt, aber nicht in einer schlechteren. Für Spieler, die einen Anbieter mit stationärem Hintergrund in Deutschland suchen, ist MERKUR BETS eine seriöse Adresse.

bet-at-home: Österreichisch-maltaische Wurzeln

Die Bet-at-home.com Internet Limited betreibt bet-at-home und ist seit dem 2. November 2020 mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist; eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Der Anbieter stammt aus Österreich, ist in Malta registriert und gehört zur deutschen Beteiligungsstruktur. Das Wettprogramm ist breit, mit Fußball als Kern, dazu Tennis, Eishockey und US-Sport. Eine Besonderheit: bet-at-home besitzt auch eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022, was den Anbieter von reinen Sportwettenanbietern unterscheidet. Für Spieler, die Sport und Casino aus einer Hand suchen, ist bet-at-home eine Option.

Sportingbet: Breites Programm mit Konfigurator

Die Sportingbet (Deutschland) Limited betreibt Sportingbet und ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Eine Besonderheit ist der „Konfigurator+“, mit dem sich eigene Wetten aus mehreren Märkten eines Spiels oder aus verschiedenen Partien kombinieren lassen. Live-Wetten sind verfügbar, der Cash-out ist Teil des Angebots. Für Spieler, die ihren Wettschein selbst zusammenstellen wollen, ist Sportingbet eine Adresse, die diese Möglichkeit explizit anbietet.

Betway: Wettkonfigurator und Cash-out

Die Betway Limited betreibt Betway und ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist. Beim Betway-Cash-out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Das Programm deckt Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey ab. Für Spieler, die Cash-out in allen Lagen haben wollen und einen Konfigurator schätzen, ist Betway eine passende Wahl.

Sportwetten.de: Eigenständige Marke mit deutscher Lizenz

Die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, betreibt Sportwetten.de und ist seit dem 19. November 2020 auf der Whitelist. Die Marke gehört nicht zu einem internationalen Großkonzern, sondern operiert eigenständig im deutschen Markt. Das Wettprogramm konzentriert sich auf Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Die Wettsteuer trägt der Anbieter selbst, was die ausgeschriebenen Quoten effektiv erhöht. Für Spieler, die einen eigenständigen Anbieter mit deutscher Lizenz suchen, der nicht aus einem britischen oder maltesischen Mutterkonzern kommt, ist Sportwetten.de eine Adresse, die diese Position besetzt.

Sportwetten sind in Deutschland seit dem 1. Juli 2021 nach dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) bundesweit einheitlich reguliert. Wer in Deutschland wettet, spielt innerhalb eines Rahmens, den die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht.

Eine Balkenwaage aus Messing steht neben einem hölzernen Richterhammer auf einem dunklen Pult, im Hintergrund ein unscharfes Bücherregal.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Wer in Deutschland eine Erlaubnis braucht

Jeder Anbieter, der in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV. Die Erlaubnis gilt für die Domain, die auf der Whitelist steht – und nur für diese. Eine Erlaubnis für Casino, Poker oder virtuelle Automatenspiele ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln.

Die Whitelist als einziger Test

Die Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige verlässliche Test, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts – wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis, wer fehlt, hat keine.

Was die Erlaubnis erlaubt und was nicht

Eine Erlaubnis erlaubt Wetten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle innerhalb des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwette. Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga gilt als Amateurniveau), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sports ist nach GGL kein anerkannter Sport, weshalb keine lizenzierte E-Sports-Wette in Deutschland existiert. Virtuelle Sportwetten sind nicht abschließend geregelt – zu ihrer Zulässigkeit schweigt der GlüStV.

Livewetten: Die enge Auslegung

Wetten auf laufende Ereignisse sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind“ erlaubt. Für Fußball heißt das: Endergebnis und nächstes Tor ja; nächste Ecke, nächster Einwurf, nächste gelbe Karte nein. Im Tennis: nächster Satz ja; nächster Punkt nein. Wer auf andere Live-Ereignisse wetten will, findet sie nur bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis.

Steuer: Wer zahlt, wie viel

Die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer die Wettsteuer trägt, schreibt der Anbieter in seine AGB.

Werbung und Bonus

Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Sportwetten werben. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der GlüStV selbst enthält keine Regel, die einen Bonus, eine Umsatzbedingung oder eine Mindestquote festlegt – diese Werte stammen allein aus den AGB des Anbieters.

Was passiert, wenn man bei einem Anbieter ohne Erlaubnis wettet

Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnt vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich kann das Veranstalten solcher Wetten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, das Bewerben nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an einer illegalen Wette ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe – in der Praxis werden einzelne Spieler in Deutschland jedoch nicht systematisch verfolgt.

Offene Rechtsfrage: Rückforderung alter Einsätze

Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im konkreten Fall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können – mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil des EuGH steht aus. Eine Rückzahlung ist für niemanden garantiert, der bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gespielt hat.

Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperren, Hilfsangebote

Ein Turnier mit vielen Spielen in kurzer Folge verleitet zu vielen Wetten. Wer sich nicht selbst begrenzt, wird vom System begrenzt – und das ist sinnvoll.

Das Einzahlungslimit: 1.000 € pro Monat

Seit dem GlüStV 2021 gilt ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € als Standard, das alle Anbieter gemeinsam über die Limitdatei LUGAS verwalten. Wer 800 € bei Anbieter A einzahlt, kann nur noch 200 € bei Anbieter B im selben Monat einzahlen, bevor das Limit greift. Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, auf 10.000 bis 30.000 € nur für höchstens 1 % der aktiven Spieler eines Anbieters. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

OASIS: Die bundesweite Sperrdatei

OASIS ist das Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter muss vor der Registrierung und vor jedem Login prüfen, ob der Spieler gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kann bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland spielen. Wer sich sperren lässt, schützt sich selbst und schließt eine Hintertür nach der anderen.

Panikbutton und Aktivitätsdatei

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Die Aktivitätsdatei (LUGAS) verhindert paralleles Spielen bei mehreren Anbietern: Wer parallel spielt, verstößt gegen § 6h GlüStV, was eine Sperre nach sich ziehen kann.

Was Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nicht bieten

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist an OASIS nicht angeschlossen, kennt das 1.000-€-Limit nicht, prüft nicht die LUGAS-Datei und hat keine Aktivitätsdatei. Er trägt das Spielverhalten allein. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg, keine Auszahlungsgarantie und keine Sperre, die ihn schützt. Das ist der Preis für „keine Wartezeit bei der Auszahlung“ und „höhere Limits“.

Hilfsangebote bei Problemen mit dem Wetten

Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, kann sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden, die unter dem Namen „Check-dein-Spiel“ ein Beratungsangebot bereithält. Die Anbieter selbst verlinken auf Hilfsangebote, und die GGL führt eine Liste anerkannter Beratungsstellen. Die erste Maßnahme ist eine Selbstsperre in OASIS, die zweite das Gespräch mit einer professionellen Beratung.

Häufige Fragen zur EM-Wette in Deutschland

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt?

Nein. 2026 fällt die Lücke zwischen der EM 2024 in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024, Spanien besiegte England im Finale 2:1) und der EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland (9. Juni bis 9. Juli 2028, Eröffnungsspiel in Cardiff, Finale im Wembley-Stadion). Die Qualifikationsauslosung für die EM 2028 ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Die Jahreszahl im Suchbegriff ist das Erscheinungsjahr dieses Überblicks, kein Turnierjahr.

Auf einer EM gewettet werden darf nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt sind. Die Whitelist ist unter glücksspiel-behoerde.de öffentlich einsehbar, der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; eine Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao hat in Deutschland keine Bedeutung.

Wie funktionieren Turnierwetten auf den Europameister?

Eine Wette auf den Turniersieger ist eine Einzelwette auf das Gesamtergebnis des Turniers. Die Quote multipliziert den Einsatz zur möglichen Auszahlung: 50 € auf Quote 8,00 ergeben bei einem Titelgewinn 400 € zurück, davon 50 € Einsatz und 350 € Nettogewinn. Wer auf den Sieger wettet, wettet auf ein Ereignis, das erst in zwei Jahren stattfindet, und die Quote kann sich bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels deutlich verändern. Niemand kann den Sieger vorhersagen, und jede Wette auf den Turniersieger ist eine Wette gegen die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote, nicht gegen die Zukunft.

Welche Livewetten sind während eines EM-Spiels in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden EM-Spiels darf nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und auf das nächste Tor gewettet werden. Wetten auf die nächste Ecke, die nächste gelbe Karte, den nächsten Einwurf oder den nächsten Spielerwechsel sind nicht erlaubt. Im Tennis sind Wetten auf den nächsten Satz zulässig, nicht aber auf den nächsten Punkt. Andere Livewetten finden sich nur bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis, die nicht an OASIS und LUGAS angeschlossen sind.

Wie wirken sich das 1.000-€-Limit und die OASIS-Sperre in der Turnierzeit aus?

Das 1.000-€-Limit pro Kalendermonat gilt einheitlich für alle Anbieter, die an die Limitdatei LUGAS angeschlossen sind, und wird beim Überschreiten automatisch blockiert. Eine Erhöhung erfordert einen Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und gilt frühestens nach sieben Tagen. OASIS sperrt Spieler, die sich selbst gesperrt haben oder von einem Anbieter gesperrt wurden, bei allen angeschlossenen Anbietern. Wer in OASIS steht, kann bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland ein Konto führen oder eine Wette platzieren, auch nicht zur EM.

Warum kann kein Tipp auf den Turniersieger als sicher gelten?

Ein Tipp auf den Turniersieger ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage über ein Ereignis, das in der Zukunft liegt und von 22 Spielern auf dem Platz, Verletzungen, Tagesform, Wetter und Schiedsrichterentscheidungen abhängt. Die Quote des Buchmachers spiegelt die Markteinschätzung mit eingebauter Marge wider, nicht die wahre Wahrscheinlichkeit. Ein Außenseiter mit Quote 8,00 gewinnt im Schnitt nur in etwa 12 % der Fälle, und in dieser Zahl steckt die Marge des Anbieters. Niemand kann den Ausgang eines Turniers vorhersagen, und jede Wette auf den Sieger ist ein statistisches Spiel gegen die Quote, nicht gegen die Zukunft.

Content created by the «dartswetteni» team